Zum Schlüssel gab‘s den „Gelben Sack“

von am 10. Februar 2014 in Artikel-Archiv

Die Narren waren mal wieder los: Gleich nach dem Jahreswechsel zogen die Mitglieder der Grokageli zum Bürgerdienst Lindenhof, um den Anspruch auf den Stadtschlüssel und die Kasse zu erheben. Es sollte – wie in den Jahren zuvor auch – wieder gelingen.

Erstmals musste sich der neue Bürgerdienstleiter Walter McDavid dem Überfall der Narren stellen, der dann auch zu Beginn das Wort ergriff: „Ich will nicht lange reden, denn die Grokageli wartet schon auf die Kasse“. Und mit einem Vorurteil räumte er auch gleich auf: „Auch wenn es mein Name vermuten lässt – ich bin kein Schotte und will nicht übermäßig sparen. Investieren ist wichtig“.

Dieses neue, viel unkompliziertere Prozedere war auch dem Vorsitzenden der Grokageli, Richard „Richie“ Albrecht“ nicht unangenehm. Wurde er von McDavids Vorgängerin noch mit körperlich anstrengenden Aufgaben getriezt, so wurden die Insignien des Bürgerdienstes nun ohne großen Aufsehen überreicht.

Zunächst wanderte der Stadtschlüssel in die Hände der Grokageli, im Anschluss öffnete McDavid die Kasse. Und siehe da –  der Inhalt war in der Tat ansehnlich: ein gelber Sack für Plastikmüll. „Das ist, so scheint mir, momentan hier in Mannheim die gefragteste Währung“, so McDavid (siehe „Übrigens“).

Zum Dank für die begehrten Utensilien gab es natürlich noch zwei Programmeinlagen der Karnevalisten. Zunächst überbrachte Kinder- und Jugendprinzessin Selina I der Ladeberger Ratze die Neujahrswünsche und Grüße, im Anschluss präsentierte Tanzmariechen Michelle den Anwesenden ihr akrobatisches Können. Bei Sekt, Häppchen und Gesprächen klang so der erste Neujahrsempfang im Stadtteil aus.           sabi

Übrigens …

… der „Gelbe Sack“ ist in der Tat momentan Mangelware in Mannheim. Das hat laut neuem Bürgerdienstleiter Walter McDavid mehrere Gründe. Zum einen wurde der Vertrag mit der alten Herstellerfirma zum Jahresende 2013 gekündigt, die daraufhin die Produktion einstellte und nur noch die wenigen vorhandenen Säcke weiter gab. Zudem gab es bei der neuen Herstellerfirma gleich im Januar Zustellprobleme – einige Fahrer mussten krank passen. So bleibt der „Gelbe Sack“ wohl noch einige Zeit begehrte Mangelware, bis sich zwischen Stadt und Lieferant die Arbeit eingespielt hat.

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