Verworrene Notlügen eines Chefarztes

von am 9. November 2018 in Artikel-Archiv

Tote laufen wieder, Ärzte werden zu Oberschwestern und ungeduldige Klinikchefs immer betrunkener. Dazwischen versucht ein Polizist zu verstehen, was eigentlich los ist, und wird doch nur nass gemacht. Erklären kann man das ohnehin nicht, man muss es gesehen haben. „S‘ bleibt in der Familie!“ heißt das neue Stück des Clubs Rhenania, eine turbulente Komödie aus der Feder von Ray Coney (Deutsch von Horst Willems). Das Pfälzer Mundarttheater inszenierte den turbulenten Zweiakter im vollbesetzten SVF-Saal in der Teichgasse. Suche nach dem Vater Die Premierengäste waren begeistert: „Ein Feuerwerk an Spritzigkeit mit jeder Menge Situationskomik“, wurde hinterher gelobt. Dass die auf den Punkt genau saß, kam nicht von Ungefähr. Seit April hat das Ensemble geprobt, zuletzt zweimal wöchentlich, denn die Handlung nimmt schnell Fahrt auf. Die Geschichte beginnt im Ärztezimmer, liebevoll dekoriert mit einem Skelett in der Ecke mit Christbaumkugeln im Schritt und einem Fotoplakat des Klinikums der Stadt als Hintergrund am Fenster. Die Nerven von Dr. Geiberger (Oliver Benz) liegen bereits blank. Der internationale Ärztekongress beginnt in einer Stunde und er soll die Eröffnungsrede halten. Und er muss Erfolg haben: Davon hängt nicht nur sein Ansehen beim griesgrämigen Klinikdirektor Professor Draxler (Hans Kätsch) ab, sondern seine ganze berufliche Zukunft als Chefarzt der Klinik. Gerade jetzt taucht auch noch die ehemalige Krankenschwester Monika (Marion Barchet) auf und teilt dem sowieso schon gestressten Arzt mit, dass er vor 18 Jahren Vater eines außerehelichen Kindes geworden sei. Mit einer Notlüge nach der anderen versucht Geiberger sein Geheimnis vor dem Klinikdirektor, seinen Kollegen Dr. Kroll (Florian Schweizer) und Dr. Börner (Jürgen Walter), seiner Ehefrau Rosemarie (Romy Weinriefer) sowie der Oberschwester Edeltraud (Marion Schütz) zu verbergen. Auf der Suche nach seinem Vater randaliert der uneheliche Sohn (Marius Barchet) schließlich betrunken in der Klinik herum. Vom Fenstersims aus droht er in die Tiefe zu stürzen und die Spritze, die eigentlich ihn beruhigen soll, landet im falschen Hintern. Zwischendurch wird ein etwas überforderter Patient (Peter Baron) im Rollstuhl hin und her geschoben und erlebt den merkwürdigsten Krankenhausaufenthalt seines Lebens. Das totale Chaos bricht aus, und nur noch ein Polizist (Frank Barchet) kann helfen. Er ist der Wahrheit auf der Spur und sogar mit einem der Ärzte verwandt. hbg i Die nächsten Aufführung sind am Freitag, 9. November, und Samstag, 10. November, 20 Uhr, im SVF-Saal in der Teichgasse. Gemeinsam gefeiert wird dann bei der Adventsfeier am Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr, im SVF-Saal. Kartenreservierung und weitere Informationen unter www.club-rhenania.de. .

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