Startschuss für den Lokschuppen-Umbau

von am 4. Februar 2016 in Artikel-Archiv

Der Umbau des denkmalgeschützten Lokschuppen-Ensembles im Mannheimer Glückstein-Quartier hat begonnen. Die Investoren Matthias Jarcke, Dirk Kuchenbuch und Martin Köster erwecken das Ensemble zu neuem Leben. Sie haben die beiden ehemaligen Bahngebäude aus rotem Sandstein im vergangenen Jahr von der Stadt erworben. 

Zunächst wurde Anfang Januar der nachträglich an den Lokschuppen angebaute, nicht denkmalgeschützte Flachdachanbau an der Südseite des Gebäudes abgebrochen. Die zugemauerten Fensteröffnungen werden wieder geöffnet und die Fassade in Anlehnung an ihre ursprüngliche Form wieder hergestellt. Die eigentliche Sanierung der 52 Meter langen und 20 Meter breiten Halle soll im März beginnen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Das filigrane Holztragwerk und die großen grünen Metalltore bleiben erhalten.

Im Lokschuppen planen die Erwerber, die Büros für ihre beiden Unternehmen einzurichten. Matthias Jarcke betreibt in Mannheim ein Architekturbüro. Dirk Kuchenbuch ist Gesellschafter und Martin Köster Geschäftsführer der Mannheimer Firma Krücken Organic GmbH. Das Architekturbüro Jarcke hat ein innovatives Bürokonzept entwickelt, das sich mit dem offenen Hallencharakter des Lokschuppens auseinandersetzt und die historische Dachkonstruktion sichtbar lässt.

Das Werkstattgebäude, das dem Lindenhof und dem Hanns-Glückstein-Park zugewandt ist, soll für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Vorgesehen ist Gastronomie, die bei gutem Wetter ihre Gäste auch auf dem Platz zwischen den Gebäuden bewirten kann. Gespräche mit möglichen Betreibern werden bereits geführt. Für die erforderlichen Parkplätze wird unter dem Platz eine Tiefgarage gebaut. Auch eine ehemalige Schienenfahrzeughalle wird wieder aufgebaut. Sie musste der Fahrbahn der neuen Glücksteinallee weichen. Die BIG Lindenhof hat das etwa 100 Quadratmeter große Gebäude aus Ziegeln und Sandstein sorgfältig dokumentiert, abgebaut und die Steine in Containern eingelagert. Es ist ein wichtiges Projekt für das Glückstein-Quartier und den gesamten Lindenhof. Die fast 150 Jahre alten Gebäude sind der älteste Teil des Lindenhofs und prägen das Areal um den Hauptbahnhof. Mit der Verwirklichung der Pläne wird das neue Viertel belebt und bleibt auch nach Büroschluss attraktiv. 2017, so Architekt Matthias Jarcke, soll das Projekt abgeschlossen werden.              zg

i Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.glueckstein-quartier.de.

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