Stadtvillen als „Tor zum Glückstein-Park“

von am 11. November 2014 in Artikel-Archiv

Der Bieterwettbewerb für die Wohnungsbaugrundstücke am Rand des Hanns-Glückstein-Parks ist entschieden: Um die städtebauliche und architektonische Qualität zu sichern, hat die Stadt einen Investorenwettbewerb mit integrierter Planung ausgelobt. Gleichzeitig haben die Investoren ein Kaufpreisangebot für die Grundstücke abgegeben. Die neunköpfige Jury wählte aus den insgesamt zehn anonym eingereichten Architekturentwürfen die besten Planungen aus. Den ersten Rang erhielt der Entwurf des Architekturbüros Blocher Blocher Partners mit dem Investor Diringer & Scheidel.

 

„Wir haben sehr gute Beiträge erhalten“, freut sich Baubürgermeister Lothar Quast. „Dies bestätigt, dass es sinnvoll ist, Stadtentwicklung über Wettbewerbe zu betreiben. Das von uns ausgewählte Konzept zeichnet sich durch seine weiche Kante zum Park hin aus. Die fünf vorgeschlagenen Gebäude sind unregelmäßig polygonal angelegt“, sagt Quast. „Bei der Auswahl der Sieger war uns eine hohe Qualität von Städtebau und Architektur sowie eine optimale Integration in den angrenzenden Hanns-Glückstein-Park und in die Bebauung des Lindenhofs wichtig. Die Villen sind schließlich das Tor zum Park“.

Die eingereichten Entwürfe lagen der Jury komplett anonym vor, so dass ausschließlich die für den Standort beste Planung ausschlaggebend war. Den zweiten Rang teilen sich demnach drei Büros: ASTOC aus Köln, SSV Architekten aus Heidelberg und das Mannheimer Büro Schmucker und Partner.

Die fünfgeschossigen Stadtvillen des ersten Preisträgers werden insgesamt etwa 97 Wohnungen haben. Die einzelnen Häuser sind individuell gestaltet und lassen doch eine gemeinsame Architektursprache erkennen. Sie sind so angeordnet, dass ein breiter öffentlicher Übergang zwischen dem Hanns-Glückstein-Park und dem denkmalgeschützten Lokschuppen-Ensemble frei bleibt. Der Baubeginn der Stadtvillen ist voraussichtlich ab Mitte 2015 möglich, „wenn die Südtangente komplett zurückgebaut ist, sollen die Grundstücke übergeben werden“, so Ottmar Schmitt, Leiter der Projektkoordination Glückstein-Quartier. „Die Nachfrage nach Wohnungen dort ist aber schon jetzt sehr hoch“.

Der Hanns-Glückstein-Park soll dann schließlich ab 2016 neu gestaltet und deutlich vergrößert werden. „Eine endgültige Entscheidung darüber, ob der Entwurf des ersten Preisträgers realisiert wird, ist mit dem Ergebnis der Jury noch nicht getroffen. Jetzt schließt sich ein Verhandlungsverfahren an“, so Schmitt abschließend. Ein nächstes Verfahren folgt jedoch schon jetzt: Anfang November wurde der Wettbewerb zu dem Gebäude für Bilfinger gestartet, das neben dem Viktoriaturm auf dem Gelände der Feuerwehr entstehen soll.    zg/sabi

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