Jetzt geht es um den Klassenerhalt

von am 18. September 2017 in Artikel-Archiv

Die Eulen durften bis zum Schluss hoffen: Am Ende reichte es dennoch nicht zum erhofften Punktgewinn in Magdeburg. In ihrer zweiten Partie nach dem erneuten Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga musste sich die Mannschaft von Trainer Ben Matschke beim SC Magdeburg mit 26:30 geschlagen geben – nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel gegen „Frisch Auf!“ Göppingen. 

Schon bei der Vorbereitung auf das Spiel in Magdeburg lief nicht alles rund. Nach dem letzten Training zeigte sich, dass sowohl Kai Dippe als auch Jan Remmlinger Schwellungen an der Mittelhand haben. Die Spieler Djozic, Falk, Bührer und Trainer Matschke sind mit einem grippialen Infekt angeschlagen. Hinzu kommt, dass Rückraumspieler David Schmidt verletzungsbedingt für vorausichtlich sechs Wochen ausfallen wird. Keine guten Vorzeichen, auch für das nächste Auswärtsspiel in Berlin. Dennoch: Oberstes Ziel in dieser Saison bleibt der Klassenerhalt, egal wie. „Wir haben ein junges Team, in dem die meisten Spieler überwiegend unter 25 Jahre alt sind. Dass wir nun gegen die besten Mannschaften der Welt antreten dürfen, ist wahnsinnig schön. Wir wollen uns weiterentwickeln und am Ende in der Tabelle zwei Mannschaften hinter uns lassen“, so Matschke. Und die neue Geschäftsführung will weitere Sponsoren gewinnen (wir berichteten).

Dabei hatte die vergangene Saison so schön aufgehört: Das letzte Spiel brachte die Entscheidung. Mit neuem Namen „Die Eulen Ludwigshafen“ ging der junge Kader, verstärkt durch fünf neue Spieler, mit Trainer Ben Matschke und Teammanager Philipp Grimm in die neue Saison.

Ein Rückblick: Die Eulen bestreiten ihr letzten Heimspiel der Saison 2016/2017 gegen Empor Rostock und gewinnen mit 32:27. Und dann heißt es warten. Das Spiel des Aufstiegskonkurrenten Rimpar Wölfe gegen VfL Bad Schwartau ist noch nicht zu Ende. Bange Minuten des Wartens. Und dann das erlösende Ergebnis: Schwartau gewinnt die Party. Die TSG Friesenheim steigt als Dritter der Liga auf und spielt in der kommenden Handballsaison in der ersten Bundesliga.

Die Spieler, die Verantwortlichen und die Fans sind überglücklich und der Freudentaumel ist überwältigend. Die Halle tobt, der Sekt fließt und auch manche Freudenträne. Nicht nur bei den Spielern. Dann wird Mannschaftskaptän Philipp Grimm, der zehn Jahre das Trikot der Eulen mit der Nummer 4 trug, verabschiedet. Auch hier flossen Tränen. Doch wie Marcus Endlich, der neue Geschäftsführer der Eulen bekannt gibt, bleibt Grimm als Teammanager weiter dabei. Und die Feier des Aufstiegs mit den Eulenfans geht draussen vor der Eberthalle bei RPR1 auf dem Ludwigshafener Parkfest weiter. Statt Sekt ist es jetzt Bier, das sich aus einem übergroßen Bierglas über Philipp Grimm und Trainer Ben Matschke ergießt.

 

Abschiedsspiel für Philipp Grimm

 

Sechs Wochen nach dem dritten Aufstieg in die höchste Handballliga ist das Abschiedsspiel „Philipps Allstar“ gegen die aktuelle Mannschaft der Eulen im TSG Sportzentrum an der Eschenbachstraße. Die Zuschauertribühne ist voll besetzt. Eulenfans mit Philipp-Grimm-Gesichtsmasken bilden auf dem Spielfeld Spalier. Der Ex-Kapitän der Eulen läuft ein. Stehende Ovationen für einen sympathischen Handballspieler, der seine aktive Handballerzeit beendet.

Das Abschiedsspiel lief über 3x 20 Minuten, da doch eine Reihe der alten Kameraden von „Grimmi“, wie er von den Fans genannt wird, nicht mehr aktiv Handball spielen. Einige sind heute als Trainer tätig, wie Stephan „Apollo“ Just oder der wohl am weitesten angereiste Nico Kibat (Hamburg). Die Handballpartie zum Abschied des Kapitäns war von besonderer Art. Das Spielergebnis 40:39 für die „Allstars“ war nicht von Bedeutung, sonder das gemeisame Spiel selbst, wo Spielszenen aus früherer Zeit noch einmal auflebten. Nur der berühmte „Becker-Wurf“, der in einem Spiel in der 60 Minute ausgeführt, den Eulen zum Sieg verholfen hat, fehlte.

Verabschiedung und Dank durch die Eulen-Marketingchefin Lisa Heßler und den Präsidenten des Pfälzer Handballbundes Friedhelm Jakob. Dann die Laudatio des länjährigen Weggefährten und Freundes Felix Kessler. Bewegende Momente. Es war das Abschiedsspiel von Philipp Grimm und sein Karrierende als Spieler. Und das für eine guten Zweck. Die Einnahmen des Abends gehen in die Behinderten- und Hospizarbeit, so wünschte es sich Grimm.

i Spielplan und weitere Info unter www.die-eulen.de.

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