Hemshofschachtel: Mundartkomödie „Pleite, Pech und Tante Susi“

von am 21. Juni 2016 in Artikel-Archiv

Die Kathmandu-Kekse scheinen es in sich zu haben. Gebacken nach einem „Spezialrezept“ und mit rein pflanzlichen Zutaten lassen sie die Hoppenraths alle Sorgen vergessen – und noch dazu schöne Farben sehen. Da drängen sich schnell Kalauer auf wie „besser Gras rauchen als Heu schnupfen“ und „jeden Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund“. Die neue Mundartkomödie „Pleite, Pech und Tante Susi“ von Rüdiger Kramer entführt ein Stück weit in die Zeit freier Liebe und bunter Klamotten.

Die Handlung beginnt mit einer Pleite: Ehemann Richard (Werner Übelacker) hat sich an der Börse verspekuliert und droht alles zu verlieren. Ehefrau Dorothea (Anja Reich) muss lernen, dass sich die Frage Nerz oder Kashmir  nicht mehr stellt, solange der „Don Johnson“ nicht mehr aufsteht. Und selbst die beiden Töchter Eva (Jana Pollakowski) und Julia (Anna-Maria Kahlenberger), die beide höchst verschieden sind und miteinander im Zickenkrieg sind, müssen sich im Verzicht üben. So fällt die Teilnahme am New-York-Marathon ebenso aus wie ein Kurs an einer Modell-Schule. Eine Runde im Ebertpark muss reichen.  Und dann steht auch noch Tante Susi (Marie-Louise Mott) vor der Tür. Sie könnte die Rettung sein, denn sie hat von ihrem Mann – ein Graf, der schon in der schon in der Hochzeitsnacht das Zeitliche segnete – ein Vermögen geerbt. Dumm nur, dass auch das von Richard verwaltet wurde und kaum noch etwas übrig ist. Ausgerechnet jetzt hat sie sich neu verliebt. Mit Wotan (Gerhard Hasch) will sie ein Woodstock-Revival veranstalten und dafür eine Insel kaufen. Mit Jesus-Latschen und „Kartoffelsack-Talar“ im Papageien-Look stößt er erst einmal auf breite Ablehnung. Doch den Laotse-Schüler bringt so schnell nichts aus der Ruhe, und so pendelt er sich bald in die Herzen der Hoppenraths, bis die Chakren wieder fließen. Als sei das nicht genug, muss auch noch ein junger Parfümeur (Marco Bonomo) als Verlobter gleich für beide Töchter herhalten. Dafür muss er sich nur als Zwilling neu erfinden. Klar, dass es dabei sehr turbulent zugeht. Mehr soll aber nicht verraten werden. Die Komödie überzeugt mit viel Wortwitz, jeder Menge Situationskomik und hervorragenden Darstellern.               hbg/ Bild: zg

i Weitere Aufführungen am 28., 29., 30. und 31. Juli, jeweils um 20 Uhr. Reservierung unter Telefon 0621/51 01 49 möglich.

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