Fester Bestandteil der Studienlandschaft

von am 6. Februar 2015 in Artikel-Archiv

Die Hochschule der Wirtschaft für Management auf dem ehemaligen Vögele-Gelände baut ihr Angebot aus. Und sie ist auch für Studenten mit Migrationshintergrund und Studienabbrecher interessant, wie Anfang Januar auf einer Pressekonferenz erklärt wurde.

 

Rund 400 Bachelorstudenten und 40 Weiterbildungsteilnehmer sind aktuell an der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) in Mannheim auf dem ehemaligen Vögele-Gelände eingeschrieben. 2011 gegründet, ist die private Hochschule bereits ein fester Bestandteil der hiesigen Studienlandschaft. Und mit der Zeit weitet die Einrichtung im Stadtteil Neckarau ihr Angebot aus, um auch für Studienabbrecher und -wechsler attraktiv zu sein. Ihr neuster Studiengang heißt IT Management, und er ist nun der vierte, in dem die Studenten einen Bachelorabschluss erreichen können. Auch Masterabschlüsse sind an der HdWM möglich.

Doch die Hochschule möchte noch mehr sein, als ein reiner Lernort. „Wir möchten Interkulturelles sichtbar machen“, so Professor Dr. Franz Egle, der Präsident der HdWM bei einem Pressetermin Anfang Januar, auf dem auch ein neuer Gebäudeteil vorgestellt wurde, den die Hochschule gemeinsam mit dem Goethe-Institut nutzt. Gerade jetzt – zuzeiten der Pegida-Bewegung – sei das ein wichtiges Anliegen. „Wir wollen Akzente setzen.“ Nicht umsonst ist das Deutsch-Türkische Institut für Arbeit und Bildung (DTI) Gesellschafter der staatlich anerkannten Hochschule, wodurch diese auch für Menschen mit Migrationshintergrund interessant wird. Etwa jeder vierte Student stamme aus Migrationsfamilien, heißt es seitens der HdWM. „Zurzeit arbeiten wir an einem dualen Programm mit der Türkei“, teilte Egle zusätzlich mit.

Das Besondere an der Einrichtung sei die Mischform aus dualem und klassischem Hochschulstudium, so der Wissenschaftsrat bezüglich des Konzepts. Die staatliche Anerkennung durch die Landesregierung Baden-Württemberg erfolgte im Frühjahr 2011. Alle fünf Jahre steht eine Reakkreditierung durch den Rat an. „Die Vorbereitungen dafür laufen“, so der Präsident.

Die Hochschule wird von rund 40 Partnerunternehmen unterstützt. Diese sollen im Verlauf des Studiums mit den Studenten zusammengeführt werden, was den dualen Hochschulcharakter prägt. Das schlägt sich auch in der Finanzierung des Studiums nieder, die teilweise von den Unternehmen, teilweise von den Studenten und teilweise vom Land getragen wird. Studierende zahlen dabei 350 Euro pro Monat in den deutschsprachigen Studiengängen. Einzig der rein englischsprachige Studiengang Management in International Business (MIB) kostet 550 Euro pro Monat. Die Partnerunternehmen zahlen ebenfalls 350 Euro je Studierenden, das Land Baden-Württemberg steuert 100 Euro bei. Neben dem erwähnten Bachelorstudiengang „IT Management“ und dem englischsprachigen MIB kann man an der HdWM „Beratung und Vertriebsmanagement“ sowie „Management und Unternehmensführung“ studieren. Die Studienbedingungen sind dabei etwas anders als den großen Unis. „Maximal 30 Kursteilnehmer, intensive Betreuung durch Professoren und eine enge Kooperation mit regionalen Unternehmen“, zählte Egle auf. Praxisnähe komme unter anderem durch die Einbindung von Fach- und Führungskräften aus den Partnerunternehmen zustande.

„Damit wirken wir auch der hohen Abbrecherquote in den Bachelorstudiengängen entgegen“, erklärte Egle. 2012 haben laut ihm 28 Prozent der Bachelorstudenten in Deutschland das Handtuch geworfen. „Die Abbruchquote an der HdWM beträgt etwa 15 Prozent.“ Die niedrigere Quote begründet der Professor aber auch mit dem Auswahlverfahren, das nicht allein die Studienberechtigung berücksichtigt. Es wird außerdem Profil des Bewerbers erstellt und ein Interview mit ihm geführt, um herauszufinden, ob der Bewerber für das Studium geeignet und ausreichend motiviert ist. Dadurch werde ein vorzeitiger Abbruch unwahrscheinlicher, so Egle.

Bis jetzt haben 60 Studenten einen Abschluss an der HdWM gemacht, ungefähr die Hälfte befindet sich bereits im Beruf. Die andere Hälfte hätte sich unter anderem für ein anschließendes Masterstudium entschieden, erklärte der Leiter.             jm

i Internet: www.hdwm.de – Das Deutsch-Türkische Institut (DTI) für Arbeit und Bildung wurde 2012 vom deutsch-türkischen Unternehmer Mustafa Baklan und dem HdWM-Präsidenten Franz Egle gegründet.

Print article

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen