Feiern auch ohne Kerweredd

von am 22. November 2017 in News - Friesenheim

Fünf Tage lang wurde in Friesenheim wieder die Eulenkerwe gefeiert. Auf dem Kerweplatz, im Festzelt, an den Fahrgeschäften und Buden der Schausteller herrschte reges Treiben. Auf ein Feuerwerk mussten die Besucher in diesem Jahr aber ebenso verzichten wie auf die Kerweredd. „Rochus“ Michael Stein von der KG Eule war kurzfristig erkrankt und konnte so schnell nicht ersetzt werden. „So ist das halt im Showgeschäft“, scherzte Ortsvorsteher Günther Henkel und wünschte gute Besserung.
Zum letzten Mal als Schirmherrin bei der Eulenkerwe mit dabei war das noch amtierende Stadtoberhaupt. „Für mich ist etwas Wehmut mit dabei“, meinte Oberbürgermeisterin Eva Lohse. Doch da sie schon als kleines Kind mit ihrer Familie jedes Jahr auf der Eulenkerwe war und sicher auch nächstes Jahr privat mit dabei sein werde, schließe sich der Kreis für sie.Das Fest sei unbestreitbarer Höhepunkt im Jahreskalender des Stadtteils, der ohnehin reich an Terminen sei, sagte Lohse. Bei Musik, Geselligkeit und gutem Essen sei die Kerwe ein idealer Treffpunkt. Lohse dankte allen, die das durch ihre ehrenamtliche Arbeit ermöglichen, denn so komme auch Geld in die Kassen der Vereine.
Immerhin hatten die mahnenden Worte des Arge-Vorsitzenden Theo Heinz Adrian im vergangenen Jahr Wirkung gezeigt. Er hatte davor gewarnt, dass die Kerwe vielleicht bald ausfallen muss, wenn sich nicht mehr Vereine engagierten, um den Zeltbetrieb aufrecht zu erhalten. So waren dieses Mal neben dem Murmelspielclub auch Neumitglied „Die Fidelen Zecher“ aus Oggersheim mit an Bord. Ein Nachmittag gehörte wie immer den Senioren und deren Begleiter. Die Vereine sorgten mit verschiedenen Darbietungen für Unterhaltung.
Zu sehen war eine Ausstellung mit Werken des Heimatkünstlers Erich Rockenbach. Im Gemeindehaus hatte der Museumsverein Ölgemälde, Bleistiftzeichnungen und Lithografien des 1984 verstorbenen Künstlers mit viel Liebe zum Detail präsentiert. Der Mitbegründer des Malervereins Anker hatte sein Atelier in der Hohenzollern- und später Luitpoldstraße. hbg

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