„Ein Aushängeschild für Mannheim“

von am 8. November 2016 in Artikel-Archiv

Wie kann man eine Jubiläumsfeier besser beginnen, als auf die Ursprünge des Vereins hinzuweisen? Der Eisenbahner Gesangverein „Flügelrad“ machte dies bei seiner Feier zum 125. Jubiläum in akustischer Form: Es waren Eisenbahngeräusche über die Lautsprecher im Gemeindesaal „Don Bosco“ im Almenhof zu hören. Es sollte der Beginn einer stimmungsvollen Matinee sein.

Viele musikalische Gäste fanden den Weg in das Gemeindehaus in der Karl-Blind-Straße, darunter der GV Teutonia 1862 aus Feudenheim oder der Kirchenchor „Die Ohrwürmer“ von Maria Hilf.

Zu Beginn begrüßte die Vorsitzende der Chorgemeinschaft Claudia Wolz alle Gäste und gab einen kleinen Abriss der Geschichte des Gesangvereins. 1891 wurde der Verein durch Mitarbeiter des Bahnbetriebswerks Mannheim gegründet, deshalb auch „Flügelrad“. Dies sei ein internationales Zeichen für alles, was die Bahn betreffe, so Wolz. Nicht nur einfache Zeiten machte der EGV durch – zwei Weltkriege unterbrachen beziehungsweise erschwerten das Vereinsleben erheblich, all das überstand „Flügelrad“ jedoch und feierte viele Erfolge in ganz Europa. 2008 begann eine neue Epoche: Der langjährige Dirigent Rolf Eichele trat aus gesundheitlichen Gründen zurück, woraufhin der Verein mit dem Gemischten Chor Deutsche Einheit ab sofort eine Chorgemeinschaft bildete. „Nicht nur die Zeit, auch das Liedgut hat sich in den vergangenen Jahren verändert“, so Wolz, „früher war mehr Oper und Operette, jetzt singen wir auch Rock und Pop“.

Diesen Wandel griff auch Stadtrat Claudius Kranz in seinem Grußwort, das er zum Feiertag überbrachte, auf. „Als der Verein gegründet wurde, stand der Wasserturm gerade mal zwei Jahre, es gab die ersten Schallplatten und die ersten Radioübertragungen“, so Kranz. „Ich bin mir sicher, wenn die technische Entwicklung so weiter geht, stehen sie alle bei der 150-Jahr-Feier  nicht mehr mit Notenblättern, sondern mit Tabletts auf der Bühne“. Aber so, wie die Entwicklung den Verein prägte, so prägte auch der Verein die Stadt, in die er mit seinem Engagement viele Impulse brachte. „Sie haben sich immer wieder aufgerafft und werden auch die neuen Wege meistern“, so Kranz.

Auch Jürgen Zink vom Kurpfälzischen Chorverband lobte die Arbeit des Vereins, „trotz Nationaltheater oder Popakademie sind sie durchaus auch ein Aushängeschild für eine Kulturhauptstadt Mannheim.“ „Flügelrad“ sei ein hervorragender „Allrounder-Chor“, der fast alle Musikrichtungen abdecke.

Selbstverständlich wurde die Matinee von vielen traditionellen und modernen Musikbeiträgen umrahmt – eine rundum gelungene Veranstaltung also.           sabi

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