Die Familie im Fokus

von am 7. Februar 2019 in News - Friesenheim

Die Familie im Fokus
Unser Bild zeigt (v.l.) Pfarrer Thomas Kiefer mit den Referenten Simon Dickemann und Fabian Häuselmann, Jochen Walther, Susanne Pradler und Jana Schmitz-Hübsch. Bild: Hilbert

Viele Information zu Einrichtungen in der Stadt, die sich um Familien, Kinder und Jugendliche kümmern und Beratung und Hilfe anbieten, um gutes Leben zu gestalten, gab es bei der Ökumenischen Woche im Januar. Pfarrerin Cornelia Zeißig verwies in ihrer Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zu Beginn der Woche auf das Buch Rut im Alten Testament: Noomi und ihre Schwiegertochter Rut stehen füreinander ein und bestehen so die Höhen und Tiefen des Lebens. Familie könne auch ein Bund zwischen Menschen sein, die sich aufgrund der gemeinsamen Geschichte füreinander verantwortlich fühlen, so Zeißig. Dass das Anliegen der Ökumenischen Woche zeitlos aktuell ist, zeigte der Vortragsabend mit dem Soziologen Dr. Detlev Lück vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: In den letzten 50 Jahren hat sich die Familie als Keimzelle der Gesellschaft stark verändert. Neben der Familienform „Vater, Mutter und Kinder“ sind eine Reihe von neuen Familienformen dazu gekommen, wie Lück aufzeigte. Das Zusammenleben werde stark durch die Veränderungen in der Gesellschaft beeinflusst. Beispiele dafür seien der Wertewandel, die Geschlechterrolle, daraus entstehende Familienformen und Erwerbsarbeit. Lebensgemeinschaften mit Kindern werden, im Gegensatz zu solchen ohne Kinder heute mehrheitlich als „Familie“ angesehen. Der Wandel des Familienbildes erklärt auch die Vielfalt der Aufgaben im Dezernatsbereich Jugend und Familie der Stadt und den Einrichtungen der beiden Kirchen, Haus der Diakonie und Caritas-Zentrum. Die Beratung und Unterstützung für Familien, Kinder und Jugendliche beinhaltet Erziehungsfragen und schulische Probleme, deren Hintergründe weit gefächert sind. Bürgermeisterin Dr. Cornelia Reifenberg berichtete über ihr Dezernat und legte den Schwerpunkt auf die Jugendhilfe, etwa Kindertagesstätten und Schulsozialarbeit. In Ludwigshafen fehlen mehr als 1000 Kita-Plätze. Die Geburten seien in den letzten Jahren gestiegen und betragen rund 2000 pro Jahr. Ebenfalls zugenommen habe der Zuzug von Familien. Unter anderem steht hier ein Kita-Ausbaupaket von rund 40 Millionen Euro an. Reifenberg lobte die gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Einrichtungen, dadurch lasse sich Vieles an Bedarfen umsetzen. Über die Arbeit des Caritas-Zentrums berichtete dessen Leiterin Beate Czodrowski zusammen mit den Caritas-Mitarbeitern Claudia Möller-Mahnke und Johannes Münd. Das Dienstleistungsangebot der Einrichtung umfasse Information, Beratung, Unterstützung und Begleitung in schwierigen Lebenslagen und Notsituationen. Die Leiterin des Hauses, Petra Michel, sprach dazu über das Mehrgenerationenhaus, das eine breite Palette von Angeboten für jedes Lebensalter Kontakte und Aktivitäten zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen fördert. Beim Themenabend „Da ist was los“ stellten die Familienbildungsstätte des Heinrich-Pesch-Hauses, die beiden in Friesenheim ansässigen Freizeitstätten Ludwig-Frank-Haus und WilliGraf-Haus, sowie die Evangelischen Jugend Ludwigshafen ihr Programmangebot vor. Die beiden Freizeitstätten wollen Kinder und Jugendliche in der Entwicklung ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz stärken. So gäbe es wöchentlich einen Kinder-, Jugend- und Mädchentreff. Auftretende Fragen aus dem alltäglichen Leben: Familie, Schule oder Berufsfindung können dabei mit dem sozialpädagogischen Betreuer besprochen werden, informierten Susanne Pradler vom Ludwig-Frank-Haus und Jochen Walther vom Willi-Graf-Haus. Es bestehe ein enger Kontakt untereinander. Beide Einrichtungen arbeiten auch mit den benachbarten Schulen zusammen. Über das Angebot der Evangelische Jugend Ludwigshafen (EJL) informierten Simon Dickemann und Fabian Häuselmann. Neben Gottesdiensten, und Ferienfreizeiten gehört dazu auch die 2012 begonnenen Aktion „KinderVesperKirche“ mit zu diesem Bereich. gh

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