Das Ehrenamt wird beim MFC 08 belohnt

von am 3. Februar 2016 in Artikel-Archiv

Seit 14 Jahren schon führt der MFC 08 in seinem Vereinsheim einen Neujahrsempfang durch, „am Anfang wurden wir dafür auch ein wenig belächelt“, so der Vorsitzende des Vereins Klaus Hartel. Aber nicht nur an der Vielzahl der Besucher, die auch in diesem Jahr wieder Mitte Januar zu dem Empfang zum MFC-Sportplatz kamen, konnte man leicht ablesen, dass das damals eine sehr gute Idee war. 

„Schön, dass so viele wieder gekommen sind“, so Hartel bei seiner Begrüßung, „denn der Neujahrsempfang ist nicht nur eine wunderbare Gelegenheit um auf das Jahr zurück zu schauen, sondern auch allen, die dabei waren und geholfen haben, ‚Danke‘ zu sagen“.

In seinem Rückblick konnte er wieder durchaus Positives vermelden, beim MFC stehen die Weichen weiterhin auf „Kontinuität“: „In den Vorständen der Abteilungen gab es keine personellen Veränderungen“. Ein Thema jedoch, das ihn schon beim Neujahrsempfang im Vorjahr beschäftigte, bereitet Klaus Hartel immer noch Bauchschmerzen: „Die Trainingsbedingungen für unsere Jugend sind teilweise immer noch katastrophal. Eltern überlegen es sich dann vielleicht zwei Mal, ob sie ihr Kind zu uns bringen“. Er ist jedoch zuversichtlich, dass der geplante zweite Kunstrasenplatz bald kommt. Der Bau soll mit Mitteln aus dem Sondertopf „Entwicklung Rheingoldplatz“ finanziert werden, hier ist es jedoch zu einer „Verzögerung im Prozess“ gekommen. „Einerseits muss dieses Problem dringend angegangen werden, andererseits stehen wir im Vergleich zu anderen Vereinen immer noch sehr gut da“, erklärt Hartel. 325 Jugendliche (bis 18 Jahre) sind momentan beim MFC Mitglied, das sind 48,5 Prozent der Mitglieder. Auffällig ist dabei allerdings, dass die Fluktuation unter den Jugendlichen immer größer wird. Etwas problematischer als gedacht gestaltete sich die Suche nach einem neuen Pächter für die Vereins-Gastronomie. Nachdem Ende des Jahres schon alles in trockenen Tüchern schien, sprang der damalige Kandidat kurz vor Vertragsbeginn ab. Seit Ende November ist aber dieses Problem aus der Welt geschafft: Georgios Tsanakas kredenzt auf dem MFC seinen Gästen seither deutsche und griechische Küche.

Die Grüße des Oberbürgermeisters überbrachte in diesem Jahr Stadtrat Wolfgang Taubert (ML/Freie Wähler), der sich sichtlich über diese Aufgabe freute – schließlich ist er selbst schon lange MFC-Mitglied. „Das Schicksal hat es so gewollt“, so Taubert. In seinen Ausführungen ging es auch um die aktuellen politischen Geschehnisse, so auch das Thema Flüchtlinge. Hier lobte der Stadtrat vor allem die Aktion der Jugendabteilung der 08er, als Jugendspieler des Vereins spontan an einem Turnier mit Flüchtlingen teilnahmen.

Klaus Leitz überbrachte im Anschluss die Neujahrsgrüße des MFC-Fördervereins, der, wie der Hauptverein auch, mittlerweile ein großes Jahresprogramm vorweisen kann. Allem voran der Jazz-Frühschoppen im September, der trotz widriger Umstände (kein Pächter in der Vereinsgaststätte) alle Erwartungen übertraf. Jazz, so Leitz weiter, kann man beim MFC jetzt auch beim Musikertreff im Vereinsheim jeden Monat live erleben (Artikel links).

Neu ist die Aktion „Fair-Play am und neben dem Spielfeld“. Hier wurde ein Aufruf im Vereinsheft gestartet eine Person zu wählen, die den Verein tatkräftig und ehrenamtlich unterstützt. Die Wahl fiel auf Christian Fackert, sein Engagement belohnten Klaus Leitz und Jugendkoordinator Mark Albert mit einem 50-Euro-Gutschein. „Das zeichnet den Verein aus“, so Albert, „hier findet Integration statt. Die Herkunft interessiert uns nicht, der Mensch ist wichtig“. Und Ehrenamtliche wie Fackert unterstützen dies tatkräftig.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Martin Freund und Gerhard Mayer, Stücke wie „Girl from Ipanema“ oder „Lady be good“ kamen beim Publikum so gut an, dass die beiden nicht ohne eine Zugabe von der Bühne durften. Am Ende richtete noch einmal der Vorsitzende Klaus Hartel seine Worte an die Anwesenden: „So wie wir als Verein wahrgenommen werden, das ist der Verdienst von euch allen. Ein dickes Lob und Dankeschön dafür“.            sabi

 

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